Die Leitmesse der Intralogistik – LogiMAT 2025

Logimat 2025 ist die Leitmesse der Intralogistik

Ein großer Besucherandrang hat sich schon am ersten Tag der Leitmesse der Intralogistik angekündigt. Die Gänge waren voll und die Aussteller an ihren Ständen beschäftigt. In direkt genannten Besucherzahlen ausgedrückt, hat die europäische Leitmesse der Intralogistik heuer über 65.700 Besucher angezogen. Das war um eine Spur weniger als 2024. Die Internationalität ist weiter gestiegen. Es waren mehr Aussteller außerhalb Deutschlands und Europas vertreten als je zuvor. Wer in der Intralogistik in Europa unterwegs ist, ist auch auf der LogiMAT vertreten. Wie hat die LogiMAT sich dann für die Aussteller angefühlt?

Als ich bei den Ständen gefragt habe, waren die meisten mit den ersten beiden Tagen – das sind die wichtigsten Tage auf dieser Messe – ausgesprochen zufrieden. Eine Stimme ist mir noch besonders im Ohr: „Wir haben heuer ein weitaus qualitativ höheres Interesse durch die Kunden festgestellt als in den letzten Jahren“. Im Nachsatz haben wir darüber gesprochen, dass in den letzten Jahren die Kunden meist mit Ideen und in der Zukunft zu entwickelnden Projekten an die Aussteller herangetreten sind. Heuer waren es meist konkrete Projekte, die in einer bestimmten Zeit umgesetzt werden sollen. Diese Meinung haben viele Aussteller kundgetan. Gehe ich von diesen Aussagen aus, so kann die Branche in diesem Jahr auf eine leichte Erholung des Markts hoffen.

Die Zukunft der Intralogistik

Die gezeigten Exponate waren in diesem Jahr wieder ausgesprochen interessant. Die absolute Neuheit konnte ich nicht ausmachen, jedoch viele Verbesserungen und einen Trend bei den Systemen. Es wurden weniger der hoch performanten und teuren Systeme gezeigt, als vielmehr auch für den Mittelstand leistbare, die einen Einstieg in die Automation zu einem Preis bieten, bei dem die Zinsen für die Investition bei kleinen und mittleren Anlagen nicht alle zukünftigen Kosteneffekte vernichten.

Viele Hersteller haben diese Zeichen der Zeit erkannt und haben heuer mehr Systeme, ausgestellt, die sich für kleine und mittlere Anlagen eignen, als je zuvor. Dieser Trend lässt sich durch Zahlen belegen, in den vergangenen Jahren sind bisher nur Start-Ups und kleinere Unternehmen auf diesen Zug aufgesprungen. Heuer kann man in dieser Hinsicht als Trendwende betrachten, da nun auch die großen Hersteller dieses Marktsegment bearbeiten. Als herausragendes Beispiel hierfür kann die KNAPP AG als der Sieger des „LogiMAT BEST PRODUCT“ Awards im Bereich Kommissionier- und Lagertechnik genannt werden, die mit dem ausgezeichneten Produkt ganz klar das Segment für kleinere Anlagen anspricht.

Innovationen im Bereich Künstliche Intelligenz

Ein Buzzword, um das man dieses Jahr nicht herumgekommen ist, war die „Künstliche Intelligenz“. Hier erfasst der weltweite Hype die Intralogistik in demselben Ausmaß, wie alle anderen Bereiche unseres Lebens. Jeder wirbt mit der künstlichen Intelligenz und der sinnvolle Einsatz ist auf viele Nachfragen oft noch nicht ganz klar. Hier bilden einige Unternehmen heute schon eine rühmliche Ausnahme, wie man sich bei PSI Software SE, dem Sieger des „LogiMAT BEST PRODUCT“ Awards in der Kategorie „Software, Kommunikation, IT“, überzeugen kann.

Im Kometenschweif der KI war der „Digitale Zwilling“ ein vielfach besprochenes Thema, bei dem noch sehr vielen nicht klar ist, was eigentlich dahintersteckt. Oft wird über eine 3D Darstellung als digitaler Zwilling gesprochen, die im Umfeld zwar häufig zu finden ist, jedoch nicht grundsätzlich gleichgesetzt werden kann. Erst die Verarbeitung der Daten und dann die Übernahme des gelernten wieder zurück in die Steuerung macht den Kern eines digitalen Zwillings aus. Obwohl der Begriff schon länger durch die Intralogistikwelt geistert, ist der digitale Zwilling im Hype-Zyklus hinter die KI zurückgefallen. 

Nehme ich die angesprochenen und andere der auf der LogiMAT gezeigten Entwicklungen zusammen, so werden uns vielfache Veränderungen in der Intralogistik bevorstehen. Getrieben von intelligenteren Maschinen kommen wir dem „IoT“, dem Internet der Dinge, immer näher. Hier gibt es immer mehr wirtschaftlich gut darstellbare Einsatzmöglichkeiten in der Intralogistik. Das alles lässt mich gespannt auf die Entwicklungen in diesem Jahr sein und ebenso auf die nächste LogiMAT 2026.

Wie hat sich die LogiMAT als Leitmesse der Intralogistik entwickelt

Unter den genannten Gesichtspunkten kann ich für die Stuttgarter LogiMAT eine besonders positive Bilanz ziehen. Sie hat ihr Potenzial bewiesen, die Kunden mit den Lieferanten zusammenzubringen. Sie hat ihre Funktion als Indikator für die Branche hochgradig erfüllt. Die Ausrichtung ihrer Aufgabe als Vergleichsportal für interessierte Kunden war ein Bravourstück. Die LogiMAT hat bewiesen, dass sie auch heuer wieder ihrem Ruf als „die Leitmesse“ der Intralogistik zu sein mehr als gerecht geworden ist. Zum Schluss stelle ich wieder meine Frage: was fanden Sie besonders spannend? Teilen Sie gerne Ihre Meinung mit unserer Redaktion.

scroll to top